Blogbeitrag und Foto von Manfred Schroth

Aufnahmezeitraum: 08.09.2020

Story: (Anklicken um Story zu öffnen)

Ich bin mal sehr früh los losgegangen, um bei Sonnenaufgang fotografieren zu können. In einem lichten Riedwald fielen mir vor allem die toll beleuchteten Spinnennetze auf. Hier fand ich dann „Radnetze“ und „ Baldachinnetze“.

Radnetze sind senkrecht zum Boden angelegt und wir kennen sie z.B. von Kreuzspinnen.

Diese weben aus 6 Spinndrüsen am Hinterleib bis zu 25 cm Durchmesser große Netze aus vielen Metern Seidenfaden, der sich vor allem aus Proteinen, also Eiweisen zusammensetzt. Wie die Spinnen dies machen, und vor allem die genaue Zusammensetzung der Fäden ist noch nicht ganz geklärt. Die Durchmesser der Fäden betragen von einem hunderttausenstel bis tausendstel mm.

Ein für uns sichtbarer Faden besteht in der Regel aus mehreren Einzelfäden. Die Fäden sind bis auf die Mitte des Netzes wo die Spinne sitzt  mit einem Klebstoff versehen. Beim Bau der Fangspirale wird wasseranziehender Klebstoff gleichmäßig

auf die Fäden aufgetragen. Der Klebstoff nimmt Wasser auf und quillt dann auf.

Durch die Oberflächenspannung bilden sich dann die Klebetröpfchen, die man dann bei entsprechender Beleuchtung sieht.

Baldachinnetze bestehen meist aus einem waagrecht angebrachten Radnetz mit einem unkoordinierten Wirrwarr aus Fäden darüber. Die Fäden sind nicht mit Klebstoff versehen. Fliegt ein Insekt gegen diese Fäden, fällt es in das darunter befindliche Radnetz und ist somit gefangen.